Zoff bei Sky Hertha vergibt Rettung gegen Mainz – Boateng schießt gegen Matthäus: „Der weiß mal wieder alles“

Felix Magath und Kevin-Prince Boateng (Hertha) am Samstag, 7. Mai 2022, gegen Mainz.

Hertha BSC traf im Spiel am Samstagabend auf Mainz 05. Der direkte Klassenerhalt konnte nicht gefeiert werden.

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen: Bei Hertha BSC wollte man am Samstagabend (7. Mai 2022) den Aufwärtstrend nutzen und vor 70.000 Fans den Klassenerhalt in der Bundesliga feiern.

Doch die Mannschaft von Trainer-Oldie Felix Magath (68) nutzte den Rettungs-Matchball am 33. Spieltag der Bundesliga nicht, um den vorzeitigen Klassenerhalt zu feiern.

Gegen Mainz 05 gab es am Samstagabend eine 1:2-Niederlage. Zunächst hatte Silvan Widmer die Gäste in Führung gebracht (25. Minute), dann glich Davie Selke mit einem Elfmeter aus (45+5). Neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit machte Stefan Bell das 2:1 für die Gäste.

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Jetzt muss Hertha auf Stuttgart schauen. Der VfB spielt am Sonntag beim FC Bayern München (17.30 Uhr). Bei einer Niederlage hat Berlin den Klassenerhalt sicher.

Nach dem Spiel kam es zum Zoff bei Sky. Experte Lothar Matthäus (61) äußerte sich kritisch zur Herta-Leistung: „Das war nicht da, was sie zuletzt gebracht haben.“ Danach stand Hertha-Profi Kevin-Prince Boateng (35) vor dem Sky-Mikrofon und stand Rede und Antwort. Er war selbstkritisch, feuerte aber auch gegen Matthäus: „Wir waren nicht im Spiel, nicht frisch im Kopf. Aber ich habe ja Matthäus gehört, der weiß mal wieder alles. Alles schlecht bei uns!“

Dann sagte Boateng: „Bei uns hat viel gefehlt, Ruhe am Ball und Cleverness. Aber es war das vierte Spiel in Folge Vollgas, da kann das mal passieren.“

Als Matthäus bei Sky wieder dran war, hatte er Verständnis für Boatengs Wut: „Er ist enttäuscht, hat mehr erwartet. Die wollten hier eine Feier machen, jetzt machen sie die wohl am Sonntag auf der Couch. Hertha hat nicht die Leistung gebracht, wie in den letzten Wochen.“

Hertha: Versöhnung mit den Fans

Vor dem Spiel gab es zunächst eine Versöhnung mit den Fans. Am 9. April hatten die Anhänger die Hertha-Profis nach dem 1:4 im Derby gegen Union Berlin übelst beschimpft. Die Spieler von Hertha sollten sogar ihre Trikots ausziehen, weil sie keine würdigen Träger seien. Einige Profis taten dies sogar und legten die Shirts auf die Tartanbahn vor die Fankurve.

Nach dem Vorfall war die Beziehung schwierig. Die Mannschaft hatte die Fankurve zuletzt gemieden. Doch vor dem Spiel gegen Mainz gingen die Profis geschlossen zu den Anhängern. Sie standen Arm in Arm vor den Fans in der Ostkurve und feierten die Versöhnung.

Doch man spürte von Beginn an: Der FSV Mainz 05 wollte sich keine Blöße geben. Auch wenn das Team in der Tabelle auf Rang neun nichts mehr erreichen kann, ging es mit vollem Einsatz gegen die abstiegsgefährdeten Berliner zur Sache.

Abgesehen vom Fair-Play im Abstiegskampf wollte der Tabellenneunte aus Mainz die schlechte Auswärtsbilanz in dieser Spielzeit nach zuletzt elf Partien in der Fremde ohne Sieg und insgesamt nur acht Punkten aufpolieren. Das gelang.