Diktator Maduro tobt Venezuelas Marine greift deutsches Passagierschiff an und sinkt

Die „RCGS Resolute“ lief als „Hanseatic“ (hier ein Archivbild) vom Stapel und war für Hapag-Lloyd Kreuzfahrten im Einsatz.

Caracas – Ein absurdes Manöver in internationalen Gewässern sorgt derzeit für Hetze und böse Worte von Venezuelas Diktator Nicolas Maduro und Portugal.

Der umstrittene Machthaber spricht von einem „terroristischer Akt und Piraterie“. Auslöser ist ein Zwischenfall zwischen einem Patrouillenboot der venezolanischen Marine und dem deutschen Passagierschiff „RCGS Resolute“, das in der Karibik unter portugiesischer Flagge unterwegs war.

Zwischen Venezuela und Portugal herrscht aktuell Eiszeit, es gab es zuvor verschärfte politische Spannungen um Lissabons Anerkennung des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaidó.

Alles zum Thema USA
  • Haus von Ex-Präsident durchsucht Immobilienbetrug? Trump verweigert Aussage und greift FBI an
  • Erschreckende Bilder Schwere Überschwemmungen am trockensten Ort der USA – Hunderte evakuiert
  • Streit um LGBTQI+ Ex-US-Präsident Trump mit irrer Forderung – das Publikum jubelt ihm zu
  • Affenpocken breiten sich aus USA verhängen nationalen Notstand: „Maßnahmen auf die nächste Stufe heben“
  • USA in Aufruhr Frauen in Kansas brechen in Tränen aus – Biden lässt jetzt Taten folgen
  • Nach Putins Ankündigung USA schicken Kriegsschiffe vor die norddeutsche Küste
  • Einer der gefährlichsten Krisenherde der Welt Droht bald Krieg? Das hätte fatale Folgen – auch für uns
  • „Nur einen Schritt entfernt“ UN-Chef warnt eindringlich vor Risiko atomarer Vernichtung
  • Lotto-Wahnsinn US-Spieler gewinnt Milliarden-Jackpot
  • Entscheidung gefallen Baumgart legt sich auf FC-Kapitän fest – das ist der neue Mannschaftsrat

Wie die „Bild“ berichtet, soll die venezolanische Marine vom Kapitän der „RCGS Resolute“ verlangt haben, einen Hafen der venezolanischen Insel Isla Margarita anzusteuern. Da sich die „RCGS Resolute“ zu diesem Zeitpunkt allerdings in internationalen Gewässern befand, sah der Kapitän keine Veranlassung, dem Funkbefehl umgehend zu folgen. Er wollte die Lage zunächst klären lassen. Passagiere befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht an Bord.

Hier lesen Sie mehr: Das nervt Mitarbeiter auf Kreuzfahrtschiffen an Passagieren

Dem Bericht zuolge soll das Marineschiff „Naiguata“ daraufhin aus den Bordkanonen gefeuert haben. Dann rammte das Kriegsschiff das Kreuzfahrschiff. So wollte man offenbar den Kapitän zu einer Kursänderung zwingen.

Pech für die Venezolaner: Die „RCGS Resolute“, die ursprünglich als „Hanseatic“ mehr als 20 Jahre lang für Hapag-Lloyd als Kreuzfahrtschiff über die Weltmeere fuhr, wurde eigens für Fahrten im ewigen Eis der Arktis konzipiert. Das bedeutet: Der Bug des Schiffes ist besonders verstärkt. Und genau dort setzte das Kriegsschiff seinen Angriff.

Die Folge: Während die „RCGS Resolute“ mit ein paar Kratzern davonkam, wurde das Marineschiff so schwer beschädigt, dass es zu sinken begann. Das teilte die in Hamburg ansässige Betreibergesellschaft der „RCGS Resolute“ mit.

Angriff in der Karibik: Kriegsschiff sinkt – Passagierschiff hat nur Kratzer

Die „RCGS Resolute“-Crew verständigte daraufhin das internationale Rettungskoordinierungszentrum MRCC. Außerdem boten sie Hilfe an, die aber ausgeschlagen wurde.

Venezuelas Marine gelang es schließlich selbst, die Crew der sinkenden „Naiguata“ zu retten.

Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro.

Venezuelas Diktator Nicolas Maduro fährt derzeit nicht nur gegen Portugal einen harten Kurs. Auch mit den USA gibt es Zoff, weil die US-Streitkräfte zur Bekämpfung des Drogenschmuggels zusätzliche Kriegsschiffe und Überwachungsflugzeuge in die Karibik und den östlichen Pazifik schicken.

Washington unterstützt im Machtkampf in Venezuela Oppositionsführer Juan Guaidó und hat bereits eine Reihe von Sanktionen gegen die Maduro-Regierung verhängt. Die USA sehen Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten des Landes an.

USA setzt Kopfgeld für Diktator Nicolas Maduro aus

Die USA werfen Maduro Zusammenarbeit mit den kolumbianischen Drogenkartellen und einen groß angelegten Kokain-Schmuggel in die USA vor. Vergangene Woche erhob die US-Justiz Anklage gegen den linksnationalistischen Staatschef und setzte ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar aus. 

Die Zahl der US-Kriegsschiffe und Drogen-Überwachungsflugzeuge werde in der Region verdoppelt, sagte Trump. Die US-Marine werde zusätzliche Zerstörer und Kriegsschiffe mobilisieren, welche die US-Küstenwache bei ihren Patrouillen zur Bekämpfung des Drogenschmuggels unterstützen würden.

Kolumbiens Drogenkartelle nutzen Notlage wegen Corona-Pandemie aus

Die Drogenkartelle versuchten, die derzeitige Notlage wegen der Corona-Pandemie auszunutzen, sagte der US-Präsident. „Wir dürfen das nicht zulassen.“ Er wolle das amerikanische Volk „vor der tödlichen Geißel der illegalen Drogen schützen“.

US-GeneralstabschefMark Milley berichtete, das Militär habe kürzlich Informationen erhalten, dass Drogenkartelle den Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 als eine Gelegenheit sähen, mehr Drogen in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. „Wir befinden uns im Krieg mit den Terroristen, wir befinden uns im Krieg mit Covid-19, und wir befinden uns auch im Krieg mit den Drogenkartellen“, sagte Milley.

In der vergangenen Woche hatte die US-Justiz Maduro wegen „Drogen-Terrorismus“ angeklagt. „Korrupte Akteure wie das illegitime Maduro-Regime in Venezuela sind auf die Gewinne aus dem Verkauf von Drogen angewiesen, um ihre Macht zu erhalten“, sagte Verteidigungsminister Esper. (AFP)