Coronavirus  Bonner Uni sagt Prüfungen ab – Sommersemester verschoben

Noch ist der Start des Sommersemester an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität nicht verschoben.

Bonn  – Täglich gibt es neue Zahlen zu Bonnern, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität gibt es mehr als 40.000 Studierende. Was passiert hier in Sachen Coronavirus? Denn in anderen Bundesländern wie Bayern wurde zum Beispiel das Sommersemester verschoben.

Pressesprecher Dr. Andreas Archut bestätigt: „Das ist ein Thema, das wir zur Zeit diskutieren. Natürlich auch mit anderen Hochschulen in NRW. Es könnte gut sein, dass wir dieses Jahr etwas später anfangen.“ Eigentlich war geplant, dass das Sommersemester am 6. April startet. Seit Freitag steht fest: Das Semester startet nach jetzigem Stand erst am 20. April. 

Bonner Universität: Prüfungen finden nicht statt

Zwar finden aktuell ohnehin noch keine Lehrveranstaltungen statt, aber Prüfungen. Dies wurden nun auch am Samstag abgesagt. 

„Mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verlangsamen, hat das Rektorat der Universität Bonn im Einvernehmen mit den Fakultäten weitergehende Maßnahmen beschlossen. Insbesondere werden ab Montag, 16. März 2020, alle für die kommenden Wochen geplanten Prüfungen im Verantwortungsbereich der Universität abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Prüfungen sollen nach derzeitigem Stand vor dem Beginn der Lehrveranstaltungen des Sommersemesters nachgeholt werden“, so Archut.in der Meldung der Uni.

In besonderen Fällen ist es möglich, Prüfungen in einer Form zu vollziehen, die keinen persönlichen Kontakt zwischen Prüferenden und Studierenden erfordern. Hierzu bedarf es einer expliziten Einwilligung von Prüfenden und Geprüften, die vor der Prüfung schriftlich festzuhalten ist. Es können auch alternative Prüfungsformate eingesetzt werden. Die Entscheidung liegt beim jeweiligen Prüfungsausschuss in Abstimmung mit den Prüfenden.

Staatsexamensprüfungen sind nicht Gegenstand dieser Entscheidung, denn sie unterliegen nicht der Aufsicht der Universität Bonn, sondern der staatlichen Prüfungsämter.

Ansonsten kann die Bonner Alma Mater auf ihren „eCampus“, der elektronischen Lernplattform, umswitchen. „Das konnten wir für alle Kurse freischalten, der Lernstoff oder Übungen können so ohne Präsenz der Studierenden vom Dozenten unterrichtet werden.“

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Ansonsten empfiehlt das Rektorat, „bis auf Weiteres geplante Veranstaltungen möglichst auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, insbesondere wenn sie mehr als 100 Teilnehmer umfassen“.